Alles wundert sich? Ernsthaft? Die Schwurbler faseln weiterhin Blödsinn. Ok, wo kein Gehirn (mehr) ist, kann auch nicht gedacht werden. Wenn es nicht so ernst wäre, würde man lauthals lachen.
Autor: Tizianblau
Vermessenheit…
Die Zeit messen, vermessen, ermessen… . Gestern beim Weisswarefachhandel. Wir wollen eine neue Waschmaschine von Miele und eine neue Geschirrspülmaschine auch von Miele. Anja hat sich im Netz schlau gemacht und weiss schon recht genau was sie will, was wir wollen 😉 Zufällig hat der Fachhandel auch die gewünschten Maschinen an Lager und kann am Donnerstag liefern. Zwischen 12 und 12:30. Ok, ich bin da. Der Laden nimmt auch Altgeräte quasi Elektroschrott mit. Bis auf die Geschirrspülmaschine funktionieren alle Maschinen noch. Ich sage dem Verkäufer in meiner unnachahmlichen Art, dass die Reservemaschine noch funktioniert, man könne die noch jemandem geben, der dringend eine braucht und die Miele würde ja auch noch gehen. Da fragt er mich nach dem ungefähren Alter der Geräte. Nach einigem Nachdenken komme ich auf 20+. Er schaut mich zweifelnd an und meint, die kann man doch keinem mehr geben.
Heute habe ich schon mal die Reservemaschine aus dem Haus geschafft. Schwer ist das Ding. Die Sackkarre und vor allem ich hatten alle Hände voll zu tun. Echt! „AEG Ökolavamat 925 sensortronic“. Verdächtig kleines Bullauge. 5 Kilo-Trommel. Hui, zeitgemäß. Heute ist 8 Kilo standard und unsere „neue“ wird 9 Kilo haben. Ich muss neu lernen, dass Zeit rennt und Dinge die einen Gebrauchswert haben oder hatten, diesen zu einem bestimmten Zeitpunkt einfach nicht mehr haben. Punkt. Ergo=Elektroschrott. Punkt.Punkt.Punkt.

Herbstlicher Alltagsmorgen
So, die Reha ist schon lange vorbei. Heute am 09.11.2021 ist es nebelig, kalt, spätherbstlich, in der Küche bollert der Ofen, im „Alleszimmer“ der Jotul Ofen. Heute in der Nacht gegen vier, haben beide Hunde „Theater“ gemacht. Riesen Stress wegen irgendwas. Vermutlich die weisse Katze die ums Haus gestrichen ist und extra für die Buben einen Schlenker entlang des Schlafzimmerfensters gemacht hat. Wer weiss, denn keiner weiss, weder die Hunde noch ich haben irgendetwas oder irgendjemanden entdecken können. Und ich hatte die Petzl Stirnlampe an, nix gesehen. Nach einigem Tohuwabohu war dann wieder Nachtruhe Version 2.0 . Bis fünfdreissig. Dann gings wieder los. Anja war auf, las Zeitung, da wollten die Hunde nicht fehlen. Also auf, müder alter Mann.

Aber zunächst raus mit den Hunden, dann ins Bad, das Wasser wirken lassen, die Hunde wieder rein, dann in die Küche gestiefelt, irgendwas mit „Moins Mous“ gemurmelt, an den Herd, Cafetiera angeworfen… Gewartet, dem Küchenofen beim Holz verbrennen zusehen. Kaffee ist fertig. Lola ist verloren gegangen. Sie sitzt im Flur vor Anjas Zimmertüre. Vergessen! Verloren! Also nichts wie rein in die warme Stube.
Anja bittet um Transfer zum Bus, kein Problem, oben in Annas Apartment rumpelt es schon. Anna macht sich fertig für den Weidegang. Ich fahre Anja zum Bus nach Niederweis. Anna ist bei den Pferden. Zurück zu Hause lege ich Holz nach, bereite mein Frühstück, heute nach englischer Art und mit der obligatorischen Gurke. Anna kommt zurück und macht sich nach Rezept von „Kät“ eine bunte Frühstücksbrotgeschichte. Dann bereitet sie sich für die Uni vor, zieht sich um, macht sich bereit und entschwindet schließlich mit dem Auto um ab Irrel mit dem Bus nach Trier zu fahren. Sie komme heute etwas später, da sie sich mit (Namen vergessen) noch treffen wolle. Ja, juht. Während sie unsere Anliegerstraße entlang fährt, schließe ich das Hoftor. So ist das also nun. All die ganzen Jahre bisher bin ich um diese Uhrzeit in die Welt gefahren. Jetzt bleibe ich zu Hause, schüre das Feuer, koche Kaffee, höre Musik (https://youtu.be/28zIzXpk3gw), mache wie ich hoffe sinnvolle Arbeiten in und ums Haus und was die Tiere betrifft, zwei Hunde und zwei Pferde, Brennholz, Gedöns. Man wächst an seinen Aufgaben, soso!
Reha V1.0
Wenn einer eine Reha macht….
Eigentlich wäre jetzt Südfrankreich/Italien mit dem Motorrad. Hatte es doch geheissen: „Die Reha, das dauert bestimmt bis mindestens September oder Oktober.“
Am 19.07.2021 bimmelt das Handy, die Reha Klinik ist dran und ist kurz und bündig: „Sie haben die Wahl, entweder kommende Woche Mittwoch oder die Woche darauf.“ Ich erbitte mir eine Nacht Bedenkzeit und rufe am Folgetag zurück. Ebenso kurz und bündig kündige ich mich für den 28.07.2021 an. Ok.

Jetzt bin ich schon ein Stück weiter, zwei Wochen liegen bereits hinter mir, seit heute hat die dritte Woche von fünfen begonnen. Zeit beginnt zu rennen.
Eine der Therapeutinnen wusste mich zu triggern, indem sie was von „Waldgruppe“, „riesen Bäume“ und „Achtsamkeit“ erzählte. Von zwei Gruppen war die Rede, donnerstags die langsame und freitags die schnelle Gruppe.
Die langsamen kämen so auf fünf bis sechs Kilometer, die schnellen elf bis zwölf Kilometer.
Dann war da was von „Gott sei Dank Hütte“ zu hören. Hab ich mir mal erklären lassen und verkündet, die Route mach ich mal allein, in der Gruppe wandern ist nicht mein Ding. Ich werde davon berichten. Samstag hatte ich noch zwei Termine in der Mukkibude, 10 Kilometer Rad fahren und eine halbe Stunde diverse Klötzchen stemmen.
Danach gings los, direkt zu Fuß, vom Mittagessen habe ich mich abgemeldet, unterwegs unten im Dorf zwei Wanderkarten erstanden und ab ging die Post.
Erste Ziel war die „Gott sei Dank Hütte“ recht steiler und stetiger Anstieg, eine Kurve schließt sich der nächsten Kurve an, der Weg zieht sich. Dann ist man da wo zwei Berge aneinander gewachsen sind und dort ist die Hütte. Nach einer Rast geht es weiter mit Ziel Bilsteinklippen. Ein Naturdenkmal, weil dort prähistorische Pflanzenarten irgendwie überlebt haben und dort heimisch sind. Der Ausblick von oben ist genial. Weiter gehts um den Berg Bilstein herum hinunter nach Altwildungen, ständig bergab und es zieht sich. Unten im Tal der „Wilde“ dann die Entscheidung, unten im Tal bleiben und über Reitzenhagen zurück oder bergan nach Bad Wildungen krackseln und von dort zurück.
Ich habe mich für letzteres entschieden und – geflucht. Er hat sich gezogen, ging wie auf der Karte nicht zu ahnen ewig bergan, nur um in einer Siedlung zu landen in der es Anliegerstraßen und viel bergauf und auch bergab gab. Ok, muss ich durch.
Aus Wandern wurde Latschen und Mühsal. Irgendwann wollte ich denn mal Kaffee trinken aber das angekündigte Café war Corona bedingt geschlossen. An der Wandelhalle war noch ein Café, dort gab es Cappuccino. Die Seele hatte Ruh.
Nichts ahnend ging es von dort weiter nach Reinhardshagen, durch den Wald, was von der Temperatur sehr angenehm war, mit 12% Steigung, was sehr anstrengend war, zumal es um 1500 Streckenmeter bergan ging. Nach der Steigung ging es schnell. Rein in die Klink, ab in den Speisesaal. Abendessen.
Ein gewisser Stolz stellte sich doch ein, denn das Wanderründchen war unverhofft zu einer zieeeemlichen Wanderung geworden. Wohin geht es bei der nächsten?

Erster Ausflug mit Nero und Kalpana durch die Südeifel
Heute ging es zum ersten Mal gemeinsam mit „schon 34 Jahre alt“ und „flatschneu“ durch die Südeifel. Die beiden Moppeds haben sich gut geschlagen und harmonisieren sehr gut. „Nero“ die Moto Guzzi V65 Florida von 1987 die meiner Frau gehört und „Kalpana“ die ladenneue Royal Enfield Himalayan die meine ist, waren erstmalig gemeinsam unterwegs.

Gemäß dem Motto „immer die kleinen Straßen“ ging es voran. Es geht um keine Geschwindigkeitsrekorde, es geht darum auch den Weg zu geniessen.
Und das, was auf ihm und rechts und links neben ihm, zu erleben ist

Neuzugang
Seit heute ganz neu mit von der Partie. Einen Namen hat sie noch nicht. Ich stelle aber fest, dass es offenbar eine „Sie“ ist, denn sonst hätte ich den letzten Satz wohl nicht so geschrieben. Also eine Inderin.
Bei längerem Denken und Setzen lassen wird einiges klarer, eine Persönlichkeit schält sich heraus. Kalpana Chawla. Diese Frau war Astronautin, aber vor allen Dingen Wissenschaftlerin. Von ihr stammt der folgende Satz:
„Do something because you really want to do it. If you’re doing it just for the goal and don’t enjoy the path, then I think you’re cheating yourself.“
Wenn das kein Standpunkt ist! Jetzt hat die Neue einen Namen bekommen. Also heisst die Neue jetzt Kalpana.









Kalpana
Alltagsnews
Ständig „coronat“ es. Ständig „katastropht“ es. Die Neuigkeiten sind eigentlich „Altigkeiten“, weil längst bekannt in mannigfaltigem Kostüm. Die Gestalt wechselt, das Wesen bleibt. Und jetzt, zu allem Übel, nimmt man mir mein Querdenken auch noch weg. Da war ich mal stolz drauf. Aber seit neulich sind jetzt Heerscharen an total Bekloppten, die Verschwörungstheorien, Hirnschiss und Dummheit als Querdenken ausgeben. Wie kann man sich ersthaft einem Veganbruzzler wie z.B. Hildmann (und Derivate) anschließen? Allein das disqualifiziert.

Da will ich nicht Querdenker sein. Nicht um alles Geld der Welt mit denen gemein gemacht werden wollen.
Es gibt Leute, die es sich selbst hoch anrechnen, noch nie einen Corona-Test gemacht zu haben. Da sagen die von sich, dass sie stolz darauf sind. Wie irre ist das denn?!? Als wäre das eine ihnen hoch anzurechnende (Lebens-)Leistung. Ich bekomme den Eindruck, als drifteten wir (Gesellschaft), als Nebenprodukt der Coronapandemie, in eine Lebenswelt, die sich aus Skepsis, Menschenverachtung und komischen Gedanken zusammensetzt. Die absurdesten Gedankenstränge werden zusammengebastelt zu Weisheiten die kein Mensch braucht. Wer solcherlei Quatschdenkerei nicht will, ist ab sofort ein „Schlafschaf“.
Ein Gutes hat die Sache: Ich aktiviere einen Instinkt, der mir dabei hilft auszusortieren. Gut so.
Angina
Flip hat „Angina“. Seit gestern früh zeigten sich die ersten Symptome. So eine „kein Bock“ Einstellung, Leckerli wollte er nicht. Atmen und vor allem Schlucken war nicht auf seiner Favoritenliste. Er wirkte zudem verschleimt, was er durch sich räuspern, lösen wollte.
Anruf beim Doc Kuntze. Ja, kommen sie um 15 Uhr rein. Gesagt, gehört und getan. Flip bekommt (mal wieder*) Antibiose mit einem Löffelchen Leberwurst, zum Schleimlösen ein warmes Brühchen. Das Brühchen gab es zum ersten Mal, noch bevor es zum Doc ging. Da war alle Zurückhaltung zu Ende. Die zu saufen fand Flip schon mal gut. Am Abend dann die dicke Pille mit Leberwurst, ein Haps und schon die Gier nach mehr davon.
Heute morgen ging es Flip schon bisschen besser. Das Brühchen wird inzwischen eingefordert und die (gespickte) Leberwurst wird gerne genommen.
*) Vor einigen Monaten also im Tiefen Winter, in der Zeit als es nur aus Eimern geschüttet hatte, ist Flip mal sehr sehr nass geworden. Irgendwie ist er nicht so robust wie unsere beherigen Hunde oder seine Freundin Lola. Er ist so mehr für warme Jahreszeiten. Da musste er auch wegen gleicher Symptome behandelt werden. Bei der Untersuchung ist herausgekommen, dass er da eine „Macke“ hat. Also aufpassen!

Der Ruf der Tomaten und die Hokaidos wollen auch…
Seit dem Wochenende wartet die Nachzucht verschiedener Tomaten darauf endlich in die Erde gelassen zu werden. Die Nachzucht wurde von Annelie übernommen. Der haben wir seit vielen Jahren immer wieder Samen von seltenen Tomatensorten von unserer Reisen mitgebracht. Wirklich tolle Sorten mit dabei.
Dann haben Gerd und Corldula letzte Woche noch zwei (es waren doch genau drei) Hokaidos mitgebracht. Die würden gerne in der Südeifel im Boden sein.
Ok, dann gleich ans Gewächshochbeethäuschen und rein mit euch!

So ein Dienstag
Heute schon viel erledigt. Neuen Perso beantragt, Werkstattrechnung für den Volvo bezahlt…
Dann hat es an der Haustüre geklingelt. Der Jäger war da. „Ich wollt nur sagen, dass dir die Pferde abgehauen sind. Nur dass du es weisst, bevor die in Niederweis sind…..“
Dankesworte und ruck zuck Klamottenwechsel, grüne Latzhose und die dicken Schuhe an. Noch zwei Möhren aus dem Gemüsekasten gegriffen und ab mit dem Auto zum Ort des Geschehens. Roxy mag Möhren, sie kam auch gleich. Dann ist Baggins auf sowas wie eine „Idee“ gekommen. Er ist in die entgegengesetzte Richtung ab in den Wald. Woraufhin Roxy ihrem Baggins hinterher ist. Mitten durch den Wald.
To make a long story short: Mit vereinten Kräften wurden die Pferde geortet und inzwischen sind sie wieder auf der Weide.
JETZT ist Siesta. Dazu ne schöne Musik und den Augen eine Pause gönnen.
Guesch Patti hilft mir dabei… Habe auf Youtube dazu eine Playlist erstellt, die fängt hiermit an:
Schönen Tag noch.
Nachtrag: Ab und zu kontert YouTube meine Musikwünsche, indem „es“ mich fragt ob ich diese Musik wirklich weiter hören will. Klar will ich, aber heute war ich einfach zu mittagsmüde und habe die Musik eben pausieren lassen. Gerade eindedöst rumpelt es draussen gewaltig
Gewitter und das nicht von schlechten Eltern!
Scheiss auf die Playlist da hilft nur: „Looks like Rain“ von Grateful Dead. Das Video startet bei Minute 50 und 30 Sekunden und es geht sofort mit dem Song los, bringt aber danach noch den Rest des Konzerts. Freu mich drauf.
In diesem Sinne






